Dzogchen

Die Lehre des Dzogchen oder der "Grosse Vollkommenheit" ist Teil des tibetischen Buddhismus und gilt dort als der direkteste Pfad für spirituelle Entwicklung.
Die Praktizierenden des Dzogchen entwickeln ihr inneres Wissen mit Hilfe von Übungen, die sie von ihrem Lehrer übermittelt erhalten. Dieser spirituelle Pfad ist für alle offen und leitet das Individuum dazu an, sich seiner selbst in jedem Augenblick gewahr zu werden. Da die persönliche Erfahrung dabei ein wesentlicher Aspekt ist, gibt es keine Verpflichtung, Regeln zu befolgen oder Ordinationsgelübde abzulegen. Die grundlegende Praxis besteht darin, ein tiefgründiges Wissen über sich selbst und vom eigenen essenziellen Sein zu erlangen, u.a. durch die persönlichen Erfahrungen des Praxis im Alltag.
Aus diesen Gründen ist Dzogchen besonders geeignet für die Bedürfnisse der modernen Gesellschaft.
Durch die jahrhundertealte Überlieferung in Tibet hat die Lehre des Dzogchen eine geistige Literatur von unschätzbarem Wert hervorgebracht.
Viele Dzogchen-Meister von hervorragender geistiger und spiritueller Entwicklung hinterliessen diese Lehre der selbstvollkommenen Weisheit als ein bemerkenswertes Erbe, das in einer ununterbrochenen Linie von Meistern zu Schülern und Schülerinnen bis zum heutigen Tag übermittelt wurde. Chögyal Namkhai Norbu gilt sowohl unter Tibetern als auch im Westen als ein bedeutender Vertreter und Wissenshalter dieser authentischen spirituellen Tradition.